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Mittwoch, 16. August 2017

Niemand wird geboren, um zu hassen!

Barack Obama hat mit dem ersten Teil der unten zitierten Aussage, die er auf Twitter als Reaktion auf Trumps Äußerungen zu den Vorfällen in Charlottesville widergab, alle Likes-Rekorde gebrochen. Offensichtlich hat er Worte gefunden, die der Gesinnung ganz vieler Menschen entsprechen - wie schön, auch wenn der Anlass so furchtbar traurig war:


Niemand wird geboren, 
um einen anderen Menschen 
aufgrund seiner Hautfarbe 
oder seiner Geschichte 
oder seiner Religion 
zu hassen. 

Menschen müssen zu hassen lernen 
und wenn sie zu hassen lernen können, 
dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, 
denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.

Nelson Mandela

Montag, 7. August 2017

Im Diesel-Skandal wäre ein klares Kanzler-Wort zwingend gewesen!

Wie beschönigend doch Schummel-Software klingt! Und Skandal markiert das hochkriminelle Verhalten der Autokonzerne und ihrer Bosse auch nicht gerade zutreffend, wo doch über viele Jahre hunderttausende Bundesbürger betrogen worden sind. Es wäre an der Bundeskanzlerin gewesen, Stellung zu diesem Geschehen zu beziehen, dessen Aufdeckung das Gesicht der Republik gewaltig verändert. Doch das ist Sache einer in Bezug auf innere Prinzipien keimfreien Angela Merkel nicht.
Für Deutschland könnte eine Kanzlerin, die ethische Werte auf ihrem Politikbazar ganz, wie es ihr gerade zupass kommt, verscherbelt, noch viel tragischer sein, als es sich bereits andeutet.
Anstatt Dobrindt, den nun mal gewiefte Manager mit links in die Jacketttaschen stecken - warum denke ich bei ihm immer nur an den Typ des mittelmäßigen gymnasialen Strebers, der so gern gut sein möchte, aber es nun mal nicht ist -, klare Anweisungen gegeben zu haben, z.B., dass ein Software-Update nicht genügt, weil es die Probleme nicht ansatzweise löst (ein Stuttgarter Richter hatte da mehr wissenschaftliches Niveau und Courage als die Entourage der Regierung Deutschlands), wandert Angela Merkel sich eins in Tirol und lässt ihr geliebtes Deutschland in dem Sumpf, den das gesamte Ausland sieht und viele Bundesbürger empfinden, auch wenn die Autoindustrie diesbezüglich hoffentlich noch nicht Gesamtdeutschland repräsentiert.
Mancher spürt, dass dieses Land ins Mark getroffen ist. Niemand hätte wirklich geglaubt, dass das Aushängeschild Deutschlands, die Automobilindustrie, gezielt die eigenen Kunden betrügt und das wahre Ausmaß gesundheitlicher Schäden vieler Bürger wissend verschleiert.
Zunehmend mehr Menschen wird bewusst, dass hier nicht nur ein wirtschaftlicher Lebensnerv getroffen ist, sondern auch ein sittlicher, auch wenn man heute nicht mehr von Sittlichkeit und Moral spricht, in Zeiten also, da Banken z.B. über die Griechenland-Kredite wohlwollend mit zig Milliarden subventioniert werden, während dort nicht nur Flüchtlinge, sondern auch griechische Bürger auf unwürdigste Weise darben (auch wenn Letztere für die Machenschaften ihrer Regierungen vergangener Tage durchaus Verantwortung zu tragen haben), auch in Deutschland Bevölkerungsschichten offensichtlich verarmen, die Infrastruktur zunehmend Risse zeigt und die Menschen das Vertrauen in ihre politische Vertretung verloren haben.
Merkel lässt alles plätschernd dahinläppern.

Merkel und die Diesel-Loser

Nicht nur im Hinblick auf eine Weltöffentlichkeit, die nicht nur wegen des G20-Gipfels oder des Berliner Flughafen-Desasters zunehmend an Deutschland zweifelt - was beispielsweise der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach an Führungsverhalten zeigt, hat ja ebenfalls Merkel-Qualität, man denke nur an sein indifferentes Verhalten in Sachen Doping russischer Leichtathleten) -, sondern gerade auch für das innere Deutschland wären klare Kanzlerworte notwendig gewesen
  • mit denen sie sich definitiv auf die Seite der Betrogenen gestellt und ihnen zugesichert hätte, dass ihnen Recht wird (bei den Gipfel-Geschädigten Hamburgs hat sie das - welche Überraschung - flugs getan) und
  • um den Abstieg Deutschlands aufzuhalten, was das Vertrauen betrifft, das man einst in dieses Land und seine Arbeitskraft hatte,
  • um zugleich zu verhindern, dass mit gekonnter Unauffälligkeit die hochbezahlten KFZ-Bosse den Kopf aus der Schlinge ziehen. Hat wirklich jemand ernsthaft geglaubt, die Chefs der betroffenen Unternehmen hätten nichts gewusst? Für den Audi-Chef Stadler und für VWs Müller wird - was niemand wirklich erstaunt - immer offensichtlicher, dass sie wohl informiert waren; andere werden diesbezüglich nachziehen.
Wie Augen öffnend hätte das sein können, wenn den Herren Zetsche, Müller, Krüger und Stadler so richtig der Kopf gewaschen worden wäre und eine Kanzlerin, die Mut zu klaren Worten hat, den Herren gesagt hätte, dass sie verantwortlich dafür sind, was hier an betrügerischem Verhalten auf hinterlistige Weise veranstaltet worden ist (irgendwie haben weder die Bürger noch die Bosse die mediale Schelte, die anlässlich des Diesel-Gipfels durchaus deutlich war, nicht wirklich zur Kenntnis genommen - seltsam; wenn doch mal ein Shit-Storm angebracht gewesen wäre, dann angesichts dieser geheuchelten Demut und dieses Kleinlautgebarens der versammelten Top-Manager, der wirtschaftlichen Creme dieses Landes).
Klar hätte man ihr vorgehalten, dass die Bundesregierung mit ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit, ihren dieseligen Steuer-Subventionen, ihrem Mautgebaren - wir erinnern uns noch der diesbezüglichen Merkel-Lüge im letzten Wahlkampf - und manch anderem wirtschaftsopportunistischen Verhalten das ganze Geschehen im Grunde wohlwollend flankiert hat.
Aber einem Kanzler mit Stil wäre das Möglichkeit gewesen zu sagen, dass diese Art von Wirtschaftsfreundlichkeit auf den Bremsprüfstand kommt.
Übrigens wäre es schon lange Sache der Bundesregierung gewesen, Maßnahmen zu ergreifen, wo doch offensichtlich ist, dass die Autoindustrie nicht willens ist, den abgasbedingten Verunreinigungen entwicklungstechnisch wirklich entgegenzutreten (mal sehen, wie schnell die in den nächsten Jahren auf einmal Möglichkeiten aus dem Hut zaubern …)

Warum verkommt Deutschland?

Jeder spürt, dass in Deutschland etwas unaufhaltsam den Bach runtergeht und unterschiedliche Lager machen das - wenn überhaupt - an unterschiedlichen Punkten fest, wobei das immer nur ansatzweise geschieht.
Ein wirkliches Interesse auszuloten, was die fundamentalen Ursachen sind, dass Deutschland gesellschaftlich auf der ethischen Ebene immer mehr verkommt, gibt es nicht. Und es gibt leider auch keinen Herzog oder keinen Weizsäcker, die hier mit einer Rede hätten aufzeigen können, woran das liegt.
Klar sind die Redenschreiber Steinmeiers in der Lage, eine ergreifende und durchaus auch erhellende Rede zu verfassen. Aber dieser Mann hat nicht das innere Profil, das notwendig ist, um einen wahren Sachverhalt überzeugend zu vermitteln, zu schleimig war in der Vergangenheit sein politisches Verhalten, ich denke nur an seine Drückebergerei in Bezug auf die Armenien-Abstimmung im Bundestag und dass er sich nie von der Niveaulosigkeit einer Merkelschen Politik abgegrenzt hat oder, wie es Gabriel tat, Erdogan Dinge gesagt hätte, die dringend notwendig gewesen wären (im Gespräch bleiben war doch schließlich alles!).
Als so vielbeschäftigter Außenminister hatte er zwar Zeit, noch Bücher zu schreiben, aber sich wirklich substantiell um Deutschland zu kümmern: die Zeit hatte er nicht.
Auch nicht wahrzunehmen, dass auffallend oft da, wo seine Partei Regierungsverantwortung trägt, etwas fundamental den Bach runtergeht, man schaue nur nach NRW oder Berlin, was auch daran liegt, dass, wenn man ständig die Alle-Menschen-werden-Brüder(und-natürlich-Schwestern-)Brille aufsetzt und es allen rechtgendern will, ohne genau hinzuschauen, was notwendig und konsequent getan werden muss, damit Brüderlichkeit eintreten kann, man oft einen großen Siff produziert, moralisch und politisch.

Hallo Frau Merkel, wandern Sie mal schön!

Mit Juncker telefoniert Sie ja ab und zu, wie die ganze Welt mitbekommen hat. Und den Dobrindt lässt sie eigenverantwortlich machen, was er so kann (die Personaldecke der CSU ist offensichtlich auch sehr, sehr dünn).
Ohne Hemmungen hat sie die Bundeswehr an die Saudis verkauft (wie man diesem Staat, der weltweit führend in der Unterstützung gewalttätigsten Terrorismus´ ist, die eigene Armee als Ausbildungshilfe anbiedern kann, verstehen viele bis heute nicht) und Hamburg hat sie einen Gipfel aufs Auge gedrückt, der weder für sie noch für Hamburg wirklich Werbung war, obwohl man es doch so geplant hatte.
Ob ihr das nicht doch zu denken gibt, dass manchmal das Schicksal ganz andere Wege geht, als man es sich vorgestellt hat, wenn man gar nicht einsichtig ist? - Das Blöde ist nur, dass für Merkels fehlende Einsicht die Bundesbürger zahlen (die Schäden für die Hamburger Wahlkampfveranstaltung zahlen die Steuerzahler) und das Gewaltinferno nicht vorstellbaren Ausmaßes haben zahlreiche Hamburger erlebt, nicht die Bundeskanzlerin!
Ich bin überzeugt, wenn Angela Merkel mitbekommt, dass in Sachen Betrugs-Software die Stimmung in Deutschland so richtig kippt und es im Raum steht, dass man den Autobossen die Leviten lesen sollte, dann wird sie das tun, allerdings wie üblich erst, wenn es überfällig ist und die Spatzen ohnehin schon das, was sie auf ihre so unnachahmlich emotionale Weise sagen wird, von den Dächern pfeifen. Eben dann, wenn es opportun ist, nicht aber, weil ihr inneres Koordinatensystem das hätte angezeigt sein lassen.
Doch die Leute wählen sie ja offensichtlich auch nicht wegen eines klaren politischen und ethischen Kompasses (den sie eben mal nicht hat) und damit sie mit ihnen und für sie die Gegenwart meistert und Wege in die Zukunft zeigt und weist, sondern weil sie wie niemand sonst in der Lage ist, die Verdienste und Speicher der Vergangenheit, mit deren Hilfe sie ihre Politik „gestaltet”, zu leeren.
Dann, wenn alles wirklich bis zum Boden geleert ist bzw. am Boden liegt und der Krug lange genug zum Brunnen gegangen ist, ist ihre Zeit eh um und sie geht in Rente.
Dann wacht diese Gesellschaft womöglich auf!
Nur wird es dann zu spät sein.

Freitag, 4. August 2017

Nur noch vier Tage Zeit, um der EU den Friedensmarsch zu blasen!

Es geschieht ja meist abseits der Öffentlichkeit, so auch hier: Die EU will tatsächlich die Waffenindustrie (die brauchen unser Geld so dringend!) subventionieren, indem sie Forschung und Entwicklung neuer Waffen und Militärtechnik unterstützt!

Nicht die Waffenindustrie leidet Not, sondern beispielsweise viel zu viele arbeitslose Jugendliche in der EU.
Auch wäre es sinnvoller, Italien zu unterstützen, das der Prellbock einer verfehlten Weltpolitik ist. Vermutlich kommt sich kaum ein Land in der EU so allein gelassen vor wie Italien.
Und europaweit gibt es gewiss genug bitter notwendige Infrastrukturmaßnahmen.

Sag Deine Meinung mittels WeMove.EU hier

Das Verfahren kostet zwar bestimmt 10 Minuten Zeit (man muss sich bei der EU registrieren).
Aber der Friede sollte uns so viel Wert sein.

Zumindest sollten die, die wieder einmal die ach so bedürftige Waffenindustrie meinen, unterstützen zu müssen, wissen, dass es doch einige EU-Bürger gibt, die nicht dieser Meinung sind.
Es ist wichtig, dass wir als Deutsche das tun, denn ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass in vielen anderen EU-Ländern die Zahl derer, die über dieses Vorhaben informiert sind, sehr groß ist

Ich habe übrigens Folgendes geschrieben:
Wer, wenn nicht die Bürger der Europäischen Union, die aus ihrer Geschichte und ihrem Bewusstsein her zuallermeist eine friedliche Welt, die irgendwann ohne Waffen auskommt, wollen, soll damit beginnen, die Spirale ständiger Rüstung zurückzudrehen.

Es kann nicht sein, dass es den Kräften, die mit der Rüstungsindustrie verbandelt sind und auch denen, die aufgrund ihrer seelischen Einstellung Auseinandersetzung dem friedlichen Miteinander vorziehen, immer und immer wieder gelingt, es als sinnvoll und zukunftsorientiert ausgeben zu können, dass weiteres Rüsten mehr Sicherheit bedeutet. Man muss doch nur schauen, wie es um den Frieden auf der Erde ausschaut! Obwohl so engagiert gerüstet wird!

Ich wünsche, dass die EU endlich Zeichen setzt!
Zeichen des konsequenten Friedenstiftens!
Hier finden sich übrigens noch mehr Begründungnn von Menschen, die sich engagiert haben:

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiatives/com-2017-294/feedback_de

PS: Ich finde übrigens, dass wir in einer Welt leben, in der es durchaus notwendig ist, auf Eigensicherung bedacht zu sein. Aber die Waffenindustrie zu subventionieren, ist nicht notwendig und zielführend. Der EU und Leuten wie Juncker geht es ohnehin vor allem darum, Abhängigkeiten und Claqueure für ihre Politik zu schaffen. So kriegt jeder ein bisschen was und niemandem ist wirklich geholfen (das ist ja auch das verdeckte Prinzip Merkelscher Politik).

Donnerstag, 3. August 2017

Manchmal ist Gott einfach zum Verzweifeln! (aus dem Kellergewölbe von Platons Höhle)

Gerade hatte ich mich mal wieder durch ein tiefes Sinnloch hindurchgehangelt, da traf ein von mir antiquarisch bestelltes Buch ein, das mir eine liebe frühere Kollegin so dringend empfohlen hatte und es sogar für mich bezahlen wollte, nur, damit ich es hätte, so dass mir nichts übrig geblieben war, als es schleunigst selbst zu ordern. Es waren die Worte des Meisters von Paramahansa Yogananda, dem aus Indien stammenden Yogameister, Philosophen und Schriftsteller, den seine Schüler als einen Avatar verehren, eine Wesenheit also, die nicht hätte inkarnieren, nicht also hätte Mensch werden müssen, doch es den Menschen zuliebe tat.
Nur als kleine Anmerkung: Der größte Avatar war im Rahmen dieses Bewusstseins Christus, der  in dem Menschen Jesus nach der Taufe durch Johannes den Täufer für drei Jahre in dessen Körper inkarnierte und durch Jesu Tod und mit der Tatsache, dass dessen Blut die Erde berührte, sich als Christus auf ewig mit ihr verband (für mich bezeichnet Christus im Übrigen weniger eine Religion, sondern eine Bewusstseinsstufe).

Zurück zu Yogananda und seinem Buch, in dem ich ein wenig blätterte und unseligerweise auf Sätze wie diesen traf:
Um eine mannigfaltige Schöpfung ins Leben zu rufen, musste der Herr jedem Ding den Anschein der Individualität verleihen.
Da waren sie wieder, meine Zweifel am Sinn meiner Existenz im Rahmen der Vorstellung, dass der Mensch, durch Gott geschaffen, sich im Laufe der Evolution zu einer Individualität entwickelt hat, die er aber, wenn er sich durch die Maya des Irdischen mittels vieler Inkarnationen hindurchgekämpft hat, wieder aufgeben wird zugunsten eines großen Allbewusstseins.
Kleine Anmerkung zu dem Begriff Maya: Er bezeichnet die irdischen Formen und Gegebenheiten, die den göttlichen Geist, der doch die wahre Wirklichkeit ist, auf so gekonnte Weise verstecken können. Maya wird oft mit Illusion gleichgesetzt, mit menschlich-irdischen Illusionen wie Reichtum, Genuss  und Ähnlichem. 
Ehrlich gesagt halte ich solches Denken nicht für sinnvoll, weil es den Stellenwert und die Bedeutung des menschlichen Seins auf der Erde nivelliert. Nur wer ein Bewusstsein davon hat, wie wertvoll Maya ist, kann sie überwinden. Alles esoterische Gesäusel von wegen Maya = Illusion tut das meines Erachtens sehr oft nicht.

Anschein der Individualität?

Ich dachte immer, ich könne das ernst nehmen, dass der jüdische Gott Jahve mit seinem Ich bin der IchBin ultimativen Wert darauf gelegt hatte, dass jeder zu einem Ich-Bewusstsein gelange, wohlgemerkt nicht zu Egoismus und Personenkult, sondern zu einem Ich-Bewusstsein, das ihm Ich-Findung ermöglicht.
Für mich war das eigentlich die zentrale Mission des jüdischen Volkes gewesen, dass dem Menschen - damals noch im Rahmen festen Eingebundenseins in Stämme - ein individuelles Bewusstsein als Möglichkeit der Entwicklung vermittelt werde (was auch meines Erachtens gelang). 

Alles ist Maya, auch die Ich-Findung?

Wozu das ganze Spiel?

Unglücklicherweise traf ich in dem Büchlein auf die Frage eines Yogananda-Schülers:
Meister, warum muss die Vorstellung weitergehen? (Yogananda hatte zuvor von dem irdischen Schauspiel gesprochen).
Yoganandas Antwort war:
"Das ist Gottes Lila - Sein Spiel oder Sein Zeitvertreib . . . Er hat das Recht, sich in zahlreichen Formen auszudrücken, wenn Er es so wünscht. Wenn Gott sich nicht in den Schleier der Maya hüllte, gäbe es kein kosmisches Schöpfungsdrama. Wir dürfen Versteck mit ihm spielen und nach ihm suchen, bis wir ihn finden und den Höchsten Preis gewinnen.
Wir dürfen Versteck mit ihm spielen?

Wir als Gottes Zeitvertreib?

Verehrter Yogananda - ich gehe davon aus, dass Du mich auch jetzt hörst -, schau mal das Leid in Syrien an, das Leid in vielen Teilen Afrikas, in Venezuela oder an anderen Orten, wo Krieg herrscht, z.B. in der Ukraine, oder wo Menschen einfach, weil ein kranker Narzisst herrscht, auf nicht absehbare Zeit in Gefängnisse geworfen werden, wie in der Türkei. Über sechzig Millionen Menschen sind auf der Erde auf der Flucht. Vor dem Menschen.
Und das ist ein Ausschnitt des Jahres 2017. Im Dreißigjährgen Krieg war es kaum besser oder im Ersten oder Zweiten Weltkrieg - dabei leben wir jetzt in Friedenszeiten!

Auf dieses Versteck-Spielen kann ich verzichten.

Und ich rede nicht von noch relativ belanglosen Einzelschicksalen wie dem meiner älteren Schwester, die sich eine künstliche Hüfte einsetzen lassen musste, was allerdings zur Folge hatte, dass sich die Wunde infizierte. Ein Jahr lag sie in einem Krankenhausbett, jeden Tag Infusionen, jeden Tag Trostlosigkeit, mehrfaches Öffnen des Beins, mal ein wenig Hoffnung, mal Verzweiflung, wobei schlussendlich zur Debatte stand, dass ihr das Bein abgenommen werden müsse. Heute lebt sie in einem Pflegeheim, an den Rollstuhl gebunden, weil ohne Hüfte; die hat man schlussendlich einfach draußen gelassen, draußen lassen müssen. Ich finde sie unendlich tapfer. Und ihr Schicksal ist, verglichen mit anderen, von denen man manchmal liest, nicht einmal sooo schlimm.

Versteck-Spiel?

Sag das mal meiner Schwester, Yogananda!
Sag das den vielen Kindern, die in zerbombten Ruinen leben!
Sag das den Menschen, die, weil sie zu viel Giftgas einatmeten, weder leben noch sterben können!
Die mit Hilfe von Müllkippenresten ihr Leben friste!

Ich verstehe, dass ein jüdischer Rabbi - ich hoffe, ich gebe aus meiner Erinnerung heraus die Legende dem Sinn nach angemessen wieder - vor Gottes Thron trat und verzweifelt auf das Elend der Menschen hinwies und um ein Ende bat, worauf Gott ihm antwortete: Du siehst nicht das Ziel!

Ich sehe es leider auch nicht, aber natürlich habe ich von ihm gehört, gehört und gelesen, dass erst einmal in einigen tausend Jahren ein Kampf aller gegen alle stattfinden wird - es deutet sich manches ja schon an, wenn z.B. Millionen von Menschen den Herrn aller Lügen zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Welt gewählt haben (in Goethes Faust nennt er sich Mephisto) -, ein Kampf aller gegen alle, von dem in Matthäus 24 geschrieben ist:

21 es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird.
22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt.
Das muss schrecklich sein und wird vermutlich ähnlich den Kataklysmen sein, als Atlantis und vorher schon das Land Mu untergingen, jenen Wendepunkten in der Zeitgeschichte unseres Planeten, in deren Rahmen nicht nur in der griechischen Philosophie Katastrophen gigantischen Ausmaßes angesprochen sind.

Danach, glaubt man den Voraussagen, wird es viel besser sein, aber noch lange nicht das Ende der menschlichen Entwicklung, auch wenn uns die Kirchen das weismachen wollen; es steht ja bei korrekter Übersetzung nicht in der Bibel, was uns erzählt wird. Meiner Auffassung nach steht das Jüngste Gericht nicht am Ende aller Zeiten, sondern eines Zeitalters (so lässt sich die Bibel und das Wort Äon auch übersetzen - und für mich macht das mehr Sinn).

Mir hilft nicht weiter, den Weg derer zu gehen, die das ganze Problem lösen, indem sie Gott streichen und ein Leben nach dem Tod. Dazu gibt es, bei Lichte besehen, zu viele Zeugnisse, dass es anders ist, als Atheisten sich das wünschen. Wer glaubt, alle Mythen, die Veden, die Baghavadgita oder die Bibel seien dem Kompost menschlicher Phantasie entsprungen, darf das tun, aber mein Inneres sagt, dass das Dhammapada, der Sammlung der Buddha-Worte, Recht hat, wenn es dort heißt:
Alle Dinge entstehen im Geist,
Sind unseres mächtigen Geistes Schöpfung.
Zu glauben, dass der Mensch einmal als singuläres Wesen auftaucht und dann wieder verschwindet, finde ich einfach nur banal gedacht. Klar, körperlich in der jeweiligen Version schon, aber seelisch nicht.

Manchmal weiß ich nicht, wie Menschen es machen, so glaubens- und vertrauensvoll durchs Leben zu gehen.
Es ist entweder eine hohe Kunst oder eine große Selbstblendung; vermutlich ist beides möglich, je nach Grad der seelischen Entwicklung (ich glaube, ich habe mehr Selbstblender kennengelernt, wenn ich dennoch auch im Einzelnen großen Respekt vor ihren Bemühungen habe).

In mir gibt es eine Seite, die findet das Versteckspiel und den Zeitvertreib Gottes völlig daneben - wobei ich dann doch nicht glaube, dass die Wortwahl des göttlichen Avatars Yogananda gelungen ist und Gott, wie immer er auch ist, was immer er auch ist und wie auch immer er ist - sich so menschenverachtend ausdrücken würde. 
(Klar kenne ich das Gesülze, dass es ohne Leid nicht geht, dass der Mensch zu tieferer Einsicht kommt - ich weiß es ja selbst, aber in solchen Phasen kann ich das überhaupt nicht hören; mir ist dann das ganze Spiel oder Versteckspiel oder Gottes Zeitvertreib zuwider).

Jedenfalls, wenn solche Gedanken mich übermannen, dann weiß ich, dass ich im Keller von Platons Höhle bin.

Ja, ich weiß auch, dass nicht Gott, was immer er ist, wie immer er ist und warum immer er ist,  zum Verzweifeln ist, sondern mein kleiner Verstand.

Der mich sich im Kreis drehen lässt.
Auch das weiß ich.
Nur frag ich mich trotzdem: Wie machen das andere, dass ihnen der Sinn so nahesteht?
So kontinuierlich. 
So unverbrüchlich.

Muss man sich das einfach nur einbilden, an Gott zu glauben? Krass und kategorisch?

Gott sei Dank krabbele ich dann irgendwann wieder über den Höhlenrand von Platons Höhle.

Aber diese verdammten Schwarzen Löcher haben einen Sog, dem man zwar durchaus entkommen kann (entgegen der Meinung aller versammelten Wissenschaftler), doch manchmal weiß ich selbst nicht, wie . . .
Es ist einfach die Zeit, die dann hilft (und ihr Gefolge, denn allein kommt sie nie).

Yogananda mag Recht haben, wenn er einem Schüler sagt:
Die meisten Menschen begreifen nicht, dass das größte aller Wunder darin besteht, sich innerlich zu wandeln und sich demütig seinem Willen zu unterwerfen.
Dass ein Bewusstsein, das höher ist, als dass wir Menschen es erfassen könnten, existiert, davon bin ich fest überzeugt, sonst hätten wir längst alle offen Fragen klären können - in der Astrophysik z.B. die nach den Schwarzen Löchern, der Dunklen Energie und der Dunklen Materie. 
Zu den großen Kapazitäten der Physik schauen wir bewundernd auf, mögen sie Einstein oder Planck heißen. Selbiges tun wir auch im Hinblick auf große Künstler oder politisch wirkende Menschen wie Gandhi oder Nelson Mandela. Nur wenn es gilt, zu jenem Bewusstsein aufzuschauen, heiße es Gott oder wie auch immer - der Name spielt letztendlich keine Rolle -, dann tun wir, tue ich mir immer oder in gewissen Phasen unsagbar schwer. Obwohl es unfassbare Wunderwerke geschaffen hat, zum Beispiel den menschlichen Körper. Genialer kann man ein Geflecht von Muskeln, Sehnen, Blutbahnen, Gehirnzellen, Hormonen und Knochen oder auch einem System wie der Haut nicht komponieren. Dass dieses Wunder sich zufällig zustande gebracht hat: Das glaube ich nun mal nicht!

Von Demut zu säuseln fällt meistens leicht; warum sie so schwer fällt, das muss damit zusammenhängen, dass man so schwer durch Scylla und Charybde hindurchkommt - Odysseus kann ein Lied davon singen (Homer hat es in der Ilias für ihn getan) - oder durch das Tor der Sphinxen wie Atréju in Michael Endes Unendlicher Geschichte.
Es muss damit zusammenhängen, dass man die Balance zwischen Selbst-Bewusstsein und Demut nicht findet und einseitig immer auf eine Seite fällt (wie Odysseus). Eine sich selbst verleugnende Demut ist genauso falsch wie Hochmut.

Ich vermute auch, dass es eine scheinheilige Demut gibt. Vielleicht einer der gefährlichsten Viren auf der menschlichen Festplatte.
Nur die ehrliche Demut vermag einen Scylla und Charybde bzw. das Tor der Sphinxen passieren lassen! Sie aber weiß um den Wert des eigenen Selbst.

Freitag, 21. Juli 2017

Mehr Prometheus und Kain steckt in uns, als wir vermuten - hoffentlich!

In der Mythe von Prometheus – wie bedeutsam sie ist, sehen wir daran, wie vielfach sie in der Kunst, Musik und Literatur bearbeitet worden ist – spielt der Bruder Epimetheus eine zu wenig beachtete Rolle, nicht nur, weil er die Büchse der Pandora öffnete, sondern weil zu viele noch so sind, wie es der Übersetzung seines Namens entspricht: nach-denkend, zaudernd, überbedächtig, sagen wir ruhig auch: angela-merkel-like, hinterherdenkend, dumpf mit intellektuellem Anstrich.

Wer möchte, hier weiterlesen.

Montag, 10. Juli 2017

G20 in Hamburg: Polizisten mussten auf dem Boden liegend regenerieren!

Offensichtlich war für den Gipfel alles bestens vorbereitet. Nur für die, die ihre Köpfe und Körper hinhalten mussten, standen nicht einmal Feldbetten zum Regenerieren bereit.

Das Video zeigt ein Bild völlig erschöpfter Polizisten, die wohl 48 Stunden im Einsatz waren und auf dem Boden liegend regenerieren müssen.

Die Polizisten hätten es nicht verdient, dass man so mit ihnen umgehe, formuliert Thomas Mohr, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.
Was für eine Wortwahl: Sie hätten es nicht verdient . . .

Das Geschehen spottet jeder Beschreibung. Die Gipfelteilnehmer suhlen sich in Beethovens Musik und ihrem anschließendem Viel-Gänge-Menü und die, die ihr Leben für sie einsetzen, haben nicht einmal ein Feldbett, auf dem sie sich kurz ausruhen können. - War das zuviel verlangt?

Dass Angela Merkel und Olaf Scholz das wenig kümmert, entnehmen wir ihren Worten des Bedauerns bezüglich der Hamburger Terrortage, die einen Tiefgang haben, der dem eines Binnenschiffes auf dem Neckar gleichkommt.

Dass allerdings nicht einmal die Vorgesetzten der Polizisten sich um die eigenen Leute kümmern: das ist genauso wenig nachvollziebar!

Man darf gespannt sein, wann immer weniger qualifizierte junge Leute zur Polizei wollen. - Absehbar ist das!

Zum Video hier

Freitag, 7. Juli 2017

Danke, Angela Merkel, für die unvergesslichen Hamburger Tage!

Man mag sagen: Was kann die Frau dafür, dass solche Leute, wie unten zu sehen, durch die Straßen ziehen?

Ich meine: Absehbar war es.

Merkel wollte sich bekanntlich in Hamburg vor der Bundestags-Wahl mit Hillary Clinton als mächtige Frau der Welt präsentieren und hat den Ersten Bürgermeister einer Stadt, die meinte, Olympiastadt werden zu können, ins Boot gezogen.

Heute wird Olaf Scholz (vielleicht) tief bereuen, auf den Vorschlag Merkels, einen G20-Gipfel auszurichten, eingestiegen zu sein.

Hätte er mal die Hamburger nicht nur über die Olympiateilnahme, sondern auch darüber abstimmen lassen, ob sie den Gipfel wollen. Sie hätten ihm wohl gesagt, wo´s langgeht.

Wer zahlt den Leuten ihre Autos, die zerbrochenen Scheiben?

Wer kriegt die durch die Luft fliegenden Pflastersteine ab?

Mir tun ehrlich die Politzisten Leid. Ich bin mal auf die Unschuldsmiene Angela Merkels gespannt, wenn sie alle Vorkommnisse bedauert!

Fakt ist, dass all das zur Realität unseres Landes gehört, um das sich eine Bundeskanzlerin viele Jahre lang wenig gekümmert hat.






PS Nachtrag Freitagabend:

Auf Meedia ist zu lesen, dass vier Journalisten vom Bundeskriminalamt in Absprache mit dem Bundespresseamt, das von Regierungssprecher Seibert geleitet wird, die Akkreditierung entzogen wurde. - Ein unglaublicher Vorgang. Man darf auf die Begründung seitens der Regierung gespannt sein. Vielleicht haben da einige zu viel von Erdogan gelernt . . .